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MB Management - Personalberatung Textilindustrie

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Branche Textilindustrie

Die Textilindustrie ist einer der ältesten und, nach Zahl der Beschäftigten und Umsatz, einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des produzierenden Gewerbes. Sie fertigt aus pflanzlichen, tierischen, mineralischen oder vom Menschen hergestellten Fasern textile Produkte wie Gespinste, Gewebe, Filze, Vliesstoffe, Nähgewirke und Maschenwaren, die unter anderem von der Bekleidungsindustrie weiterverarbeitet werden. Weitere Anwendungsbereiche sind Zelte, Planen, Segel, Geotextilien, Haustextilien (Gardinen, Vorhänge, Polsterstoffe, Teppiche, Handtücher), medizinische Textilien (bspw. Verbandstoffe).

 

Die Textilindustrie untergliedert sich nach Produktionsstufen in Spinnerei, Weberei, Wirkerei (Wirkstoffe, Gardinen, Strumpfwirkerei), Strickerei (Strickstoffe), und Textilveredelung (Vorbehandlung und Ausrüstung). Gestrickte und gewirkte Fertigerzeugnisse (Maschenwaren) sind Produkte der Bekleidungsindustrie.

 

Die Textilindustrie ist die wichtigste Vorstufe der Bekleidungsindustrie. Beide Industriezweige unterscheiden sich in den angewendeten Herstellungstechnologien. Heute gibt es in Mitteleuropa so gut wie keine Betriebe mehr, in der sämtliche Produktionsstufen vom Rohstoff bis zum Endprodukt betrieben werden. Vielmehr arbeiten die Betriebe der Textil- und Bekleidungsindustrie stark arbeitsteilig und internationalisiert. So wird heute so gut wie keine Bekleidung mehr in Deutschland produziert, obwohl einige der größten Bekleidungsproduzenten in Deutschland ansässig sind.

 

Von der Textil- und Bekleidungsindustrie hängen direkt und indirekt Arbeitsplätze in anderen Industriezweigen ab. Sie ist Zulieferer für die Pharma-, Fahrzeug- und Bauindustrie sowie für den Medizin- und Schutzkleidungsbereich und nimmt ihrerseits Leistungen anderer Industriezweige in Anspruch wie der Maschinenbauindustrie oder der chemischen Industrie.

Des Weiteren kann nach der Art der verarbeiteten Rohstoffe unterschieden werden zwischen Leinenindustrie, Baumwoll-, Woll-, Seiden-, Chemiefaser- und Bastfaserindustrie.

 

Die Textil- und Bekleidungsindustrie in Deutschland ist heute noch ein traditionsreicher Zweig des produzierenden Gewerbes. In rund 1.300 nahezu ausschließlich mittelständischen Betrieben der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie erzeugen rund 130.000 Beschäftigte einen Umsatz von rund 28 Mrd. Euro. Die Exportquote liegt bei etwa 40 % in der Textilindustrie und 44 % in der Bekleidungsindustrie (2008). Die Textil- und Bekleidungsindustrie ist damit nach dem Ernährungsgewerbe die zweitgrößte Konsumgüterbranche in Deutschland.

 

Die deutsche Textil- und Bekleidungsindustrie ist mittelständisch geführt. Mehr als die Hälfte der Unternehmen beschäftigt weniger als 100 Mitarbeiter, weniger als 10 Unternehmen haben mehr als 1000 Beschäftigte. Zahlreiche Unternehmen sind seit Generationen im Familienbesitz. Etwa ein Drittel der Industrie ist der Bekleidungsindustrie zuzuordnen, zwei Drittel der Textilindustrie.

 

Traditionelle Zentren der Textilindustrie in Deutschland sind Aachen, Albstadt, Apolda, Augsburg, Kempten (Allgäu), Aschaffenburg, Bad Hersfeld, Bielefeld, Herford, Bocholt, Chemnitz, der Niederrhein mit den Zentren Krefeld und Mönchengladbach, das Bergische Land mit Wuppertal und das westsächsische Erzgebirgsvorland mit Crimmitschau. Bedeutend sind auch das Ruhrgebiet und Oberfranken. Letzteres beherbergt mit der Stadt Münchberg die Fakultät Textil und Design der Hochschule Hof. Die Hochschule Niederrhein ist mit dem Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik in Mönchengladbach und ca. 1.800 Studenten die bedeutendste Ausbildungsstätte für die Textil- und Bekleidungsindustrie. Weitere Zentren sind Plauen und das Vogtland, Rheine, Schmallenberg sowie Zittau, die Oberlausitz und das Wiesental und der Hochrhein im Südschwarzwald. In kaum einem Bereich wird in Deutschland so intensiv geforscht wie im Textilbereich. Insgesamt existieren in Deutschland 17 Institute und Forschungseinrichtungen, die im Textilbereich tätig sind.

 

Die Zukunftsperspektiven der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie liegen vor allem im Bereich der sogenannten Technischen Textilien und ihrer vielfältigen Anwendungs- und Verwendungsmöglichkeiten. Das Forschungskuratorium Textil sieht vor allem folgende Leitthemen mit Zukunftspotential für die Textil- und Bekleidungsindustrie.

Deutschland ist nach China, Bangladesch, Hongkong und Italien fünftgrößter Exporteur von Erzeugnissen der Textil- und Bekleidungsindustrie.

 

Produktionstechniken und Fertigungsstufen

Grundsätzlich sind folgende Fertigungsstufen und -techniken entlang der textilen Produktionskette zu unterscheiden:

  • Die Herstellung von Chemiefasern und Garnen durch Spinnen und Zwirnen
  • Die Herstellung von textilen Flächen durch Weben, Wirken, Stricken, Filzen, Tufting, Flechten, Knüpfen, Klöppeln
  • Die Gestaltung von textilen Flächen durch Sticken, Textildruck, Färben, Beflockung
  • Die Textilveredlung durch Beuchen, Bleichen, Ausrüstung, Textilbeschichtung, Walken, Gaufrieren, Laugieren, Krumpfen, Merzerisation.
  • Die Konfektion von Endprodukten wie Bekleidung, Heimtextilien, technische Textilien.
  • Textile Rohstoffe können natürlichen Ursprungs sein (wie zum Beispiel Jute, Sisalfaser, Baumwolle, Schafwolle, Seide, Flachsfaser) oder aber künstlich hergestellt worden sein (Polyester, Polyacryl, Glasfasern).

Ein neuer Bereich sind die sogenannten Technischen Textilen. Textilien für den Flugzeugbau (Kohlfaserverbundtechnik), Boots- und Schiffbau (Polyesterverbundstoff) und die Bauindustrie (dauerhafte Textildächer wie der Musicalbau Hamburg-König der Löwen und das Dach des Dresdner Bahnhofs).

 

Textilien haben in Autos, Bahnen, Flugzeugen und Schiffen wichtige Funktionen in puncto Komfort, Sicherheit, Akustik und Kraftstoffeinsparung. Der Anteil an Textilien in einem Auto beträgt zurzeit rund 20 Kilogramm und wird 2015 rund 30 Kilogramm betragen. Neben der klassischen Verwendung von Textilien bei Sitzen werden Textilverbindungen von Kunststofffasern mit Epoxidharzen zunehmend Metalle ersetzen, da sie vergleichbare Steifigkeiten aufweisen, aber erheblich weniger wiegen. So besteht der neue Airbus A 380 bereits zu einem Viertel aus faserverstärktem Kunststoff. Prognosen gehen von einem Anteil von 80 Prozent aus.

 

Vorbeugend können Geotextilien im Baubereich eingesetzt werden, um Erosionen zu verhindern. Bereits heute werden großflächige Überdachungen von Sportfeldern, Fußballstadien, öffentlichen Plätzen und industriellen Arealen zunehmend aus textilen Materialien hergestellt, da sie ohne Verzicht auf die statische Sicherheit ein geringeres Gewicht haben als Beton oder Glas, gleichzeitig aber flexibler sind, über eine hohe Lichtdurchlässigkeit verfügen und vor UV-Belastungen schützen können. Die Entwicklung geht in Richtung von Textilien, die bei übermäßigem Lichteinfall selbstabdunkelnd sind oder durch implementierte Solarzellen zur Stromerzeugung beitragen können. Darüber hinaus wird textilarmierter Beton bereits heute beim Bau von freitragenden Brücken verwendet.

 

Weitere Zukunftsprojekte sind Textilien für Sitze, die eine aktive Belüftung ermöglichen, eine effizientere Klimakontrolle durch Spacer-Textilien und eine Aufwertung des Ambientes durch textile Bedienungs- und Beleuchtungsflächen. Im Sicherheitsbereich geht die Entwicklung in Richtung einer Selbstüberwachung der Sicherheitstextilien in Reifen, adaptive textile Stoßabsorber und leuchtende Textilien für Notfälle.

 

In der Zukunft werden textilintegrierte Überwachungssysteme für die Pflege die Langzeiterfassung von physiologischen Parametern und die Diagnose und Nachsorge nach medizinischen Eingriffen außerhalb von Kliniken und Arztpraxen möglich machen. Textile Zukunftsprojekte sind Kleidung mit Biofeedback, Orthesen mit Sensorik/Aktorik und Sturzprotektoren mit Notruffunktion, sogenannte Smart Clothes.

 

Darüber hinaus wird an der Entwicklung textiler Implantate gearbeitet, da Textilien aufgrund ihrer physiologischen und mechanischen Eigenschaften den biologischen Strukturen des menschlichen Körpers ähnlicher sind als Metalle wird hier ein großes Zukunftspotential gesehen. So bestehen heute Gefäßprothesen und Herniennetze sowie Meniskusimplantate und künstliche Hornhaut aus textilen Strukturen. Mechanisch hochbelastbare Faserverbundmaterialien, neuartige Zellträger und Formgeber für die Regeneration von Organen und Geweben sind weitere Zukunftsprojekte, die zum Teil sogar in Verbindung mit integrierter Sensorik und intelligenten Wirkstoffabgabesystemen eine drahtlose Überwachung und Steuerung des Heilungsverlaufes durch den Arzt ermöglichen.

 

Darüber hinaus wird an der Entwicklung keimdichter Barrieretextilien für den Operationsbereich und neuartiger Textilien gearbeitet, die bessere Heilungschancen vor allem bei chronischen Wunderkrankungen ermöglichen.

 

Verbände in Deutschland

Die Interessen der in der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Beschäftigten vertritt die IG Metall, seit sie mit der GTB (Gewerkschaft Textil und Bekleidung) 1998 fusionierte. Die Interessen der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie werden auf Bundesebene durch den Gesamtverband textil+mode vertreten. In ihm sind die folgenden Landes- und Fachverbände zusammengeschlossen:

Landesverbände:

  • Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, Münster
  • Arbeitgeberverband der Bekleidungsindustrie Aschaffenburg und Unterfranken, Aschaffenburg
  • Gesamtvereinigung Bekleidungsindustrie Niedersachsen und Bremen, Oldenburg
  • Verband der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie, München
  • Verband der Bekleidungsindustrie Berlin-Brandenburg, Berlin
  • Verband der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, Chemnitz
  • Verband der Rheinischen Textilindustrie, Wuppertal
  • Verband der südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, Stuttgart
  • Verband der Textil- und Bekleidungsindustrie von Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, Neustadt
  • Vereinigung der Textilindustrie von Berlin, Berlin
  • Wirtschaftsvereinigung Bekleidungsindustrie Nordrhein, Krefeld

Die Landesverbände sind die regionalen Arbeitgeberverbände der Textil- und Bekleidungsindustrie. Ihre Abgrenzung orientiert sich an den Grenzen der Tarifbezirke. Sie beraten und betreuen ihre Mitglieder vor allem in sozial- und tarifpolitischen Angelegenheiten.

Die im Gesamtverband textil+mode zusammengeschlossenen Fachverbände vertreten die Interessen ihrer Mitgliedsunternehmen je nach Fertigungsstufen oder Endprodukten. Sie haben nicht die Funktion von Arbeitgeberverbänden:

Fachverbände:

  • Industrieverband Veredlung - Garne - Gewebe - Technische Textilien, Frankfurt am Main
  • Initiative Handarbeit, Salach
  • Verband der deutschen Heimtextilien-Industrie, Wuppertal
  • Verein Deutscher Kammgarnspinner, Eschborn
  • Bundesverband Konfektion Technischer Textilien (BKTex), Mönchengladbach
  • Gesamtverband der Leinenindustrie, Bielefeld
  • Gesamtverband der Deutschen Maschen-Industrie, Stuttgart
  • Verband der Nähfadenindustrie, Taunusstein
  • Branchenverband Plauener Spitze und Stickereien, Plauen
  • Gesamtverband der deutschen Textilveredlungsindustrie, Frankfurt am Main
  • BVMed Bundesverband Medizintechnologie, Berlin
  • Arbeitsgemeinschaft Wollkämmerei, Bremen
  • GermanFashion - Modeverband Deutschland
  • Verband Lederbekleidung, München
  • Deutscher Pelzverband, Frankfurt

[Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Textilindustrie aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Lizenz Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported (Kurzfassung (de)). In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.]

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